Mit Other Collisions widmet das Museum Angerlehner der in Deutschland lebenden polnischen Künstlerin Justine Otto die erste museale Einzelausstellung in Österreich. Kuratiert von Antonio Rosa de Pauli, versammelt die Ausstellung zentrale Arbeiten aus unterschiedlichen Werkphasen und gibt einen konzentrierten Einblick in ein Schaffen, das sich von großformatiger Malerei bis hin zur Skulptur erstreckt. Mit Galerievertretungen in Deutschland und den USA sowie zahlreichen internationalen Ausstellungen zählt Otto zu den herausragenden zeitgenössischen Künstlerinnen ihrer Generation.
Other Collisions verweist dabei auf eine künstlerische Herangehensweise, welche Otto über Jahre hinweg in ihren Bildern und Skulpturen entwickelt hat und ihr Werk bis heute prägt. Historische Figuren, Körperbilder, musikalische Verweise und alltägliche Beobachtungen treten in Wechselwirkung, treffen aufeinander, werden verändert und in neue Formen überführt. Es entstehen Kollisionen zwischen vertrauten Motiven, die erkennbar bleiben und zugleich ihre ursprüngliche Eindeutigkeit verlieren. Gerade aus diesem Spannungsfeld zwischen Wiedererkennen und Veränderung entsteht die besondere Kraft ihrer Arbeiten.
Die Ausstellung vereint dabei Arbeiten ihrer früheren Werkgruppe Heroes & Hoaxes und setzt diese in Bezug zu ihrer jüngsten der Multiple Players. Auch Skulpturen werden gezeigt, die die Koexistenz unterschiedlicher Formen und Bedeutungen, die Ottos gesamtes künstlerisches Schaffen prägt, eindrücklich verdeutlichen. Other Collisons beschreibt somit die Offenheit von Ottos künstlerischen Verständnis, in welchen kollisionshaft Bilder, Körper, Erinnerungen und kulturelle Fragmente aufeinandertreffen und immer neue Konstellationen bilden. Gerade darin liegt die Kraft ihrer Arbeiten, die vor Augen führen, dass Bedeutungen nicht feststehen, sondern sich durch Verschiebungen, Überlagerungen und neue Zusammenhänge fortwährend verändern.