Bettina Patermo

Im Spannungsfeld der Wirklichkeiten
Große Ausstellungshalle
Ausstellungsdauer: 14. November 2026 – 21. März 2027

Mit „Bettina Patermo. Im Spannungsfeld der Wirklichkeiten.“ präsentiert das Museum Angerlehner eine umfassende Retrospektive der österreichischen Künstlerin, deren Werk sich über Jahrzehnte hinweg zwischen Realismus und Expressionismus, Figuration und Abstraktion bewegt. Ausgehend von ihren künstlerischen Wurzeln in der Druckgrafik entwickelte Patermo ihre Bildsprache in immer neuen Zyklen weiter: von einer realistischen Darstellung des Menschen und des Tieres – etwa Selbstporträts mit Schleier und Strandszenen, die sich mit Identität, kultureller Vielfalt und gesellschaftlichen Rollen beschäftigen – bis hin zu den expressiven, freien Bildwelten der jüngeren Jahre. Frühere Motive und kompositorische Erfahrungen werden dabei aufgegriffen, transformiert und neu gedacht. Eine Konstante bleibt die intensive, leuchtende Farbigkeit, die ihren Bildern eine unmittelbare und dynamische Präsenz verleiht. Patermos Malerei versteht Wirklichkeit nicht als etwas Festgelegtes, sondern als einen offenen Prozess: Figuren können sich in Farbbewegungen verwandeln, Räume lösen sich auf, Formen treten hervor und verändern ihre Bedeutung. Ihre Bilder fordern den Blick heraus und laden dazu ein, länger zu verweilen, Wahrnehmung neu zu erfahren und die Grenzen zwischen Wirklichkeit, Erinnerung und Imagination immer wieder neu auszuloten.

Eine besondere Verbindung zur Ausstellung besteht durch die langjährige Auseinandersetzung des Sammlers Heinz J. Angerlehner mit Patermos Werk: Zahlreiche Arbeiten der Künstlerin befinden sich in seiner Sammlung, einige davon sind nun auch in der Ausstellung zu sehen.

 

Kurator:in: Günther Oberhollenzer