Was geschieht, wenn eine Linie nicht mehr bloß Form beschreibt, sondern selbst zum Ort eines Zustandes wird?
Mit „TRACING CONDITIONS“ präsentiert das Museum Angerlehner im Salon des Museums die erste museale Einzelausstellung der oberösterreichischen Künstlerin Inga Hehn. Sie zählt zu den profiliertesten Positionen zeitgenössischer Grafik in Österreich.
Ihr künstlerisches Schaffen kreist um die Bedingungen von Bildwerdung selbst. Von feinlinigen Tuschezeichnungen über Lithografie und Marmorierungen bis hin zu experimentellen Verfahren erweitert sie kontinuierlich das Vokabular der Grafik, stets in enger Bindung an das Material und dessen Eigenlogik.
Inga Hehns künstlerische Praxis versteht die Grafik nicht als abgeschlossene Kategorie, sondern als offenes Feld des Denkens und Wahrnehmens. Ihre Arbeiten halten keine Zustände fest, sondern machen sichtbar, wie Zustände entstehen, sich verschieben und wieder entziehen.
Was geschieht, wenn eine Linie zum Ort eines Zustandes wird?
Die Ausstellung „TRACING CONDITIONS“ folgt dieser Frage und hält sie gleichzeitig offen.